Mary Poppins Returns
Meine Filmempfehlung
Als Thema des ersten Eintrags meines Blogs habe ich den aktuellen Disney Film „Mary Poppins Returns“, den es seit den 20. Dezember 2018 in den deutschen Kinos zu sehen gibt, gewählt.
Mary Poppins Returns ist die offizielle Fortsetzung des weltberühmten Filmklassikers Mary Poppins von 1964 und ist inspiriert vom gleichnamigen Roman der Autorin Pamela L. Travers.
Man sollte sich als eingefleischter Mary Poppins Fan im Klaren sein, dass Fortsetzungen meistens nicht das Niveau des ersten Teils erreichen können und sich das Konzept der Geschichte in abgewandelter Form in dem zweiten Teil wiederholt. Ich empfehle deshalb nicht zu hohe Erwartungen an den Film zu stellen und sich auf die neuen Darsteller einzulassen.
Emily Blunt in der Rolle der Mary Poppins behauptet sich überzeugend und mit einer erfrischenden Art als Nachfolgerin von Julie Andrews. Von einigen Kritikerin habe ich gelesen, dass sie mechanisch wie ein Roboter gewirkt haben solle – das kann ich nicht bestätigen. Da ich auch das Buch von Pamela L. Travers gelesen habe, kann ich nur vermuten, dass die strenge und distanzierte Art, die Mary Poppins in der Romanvorlage auszeichnet, die Darstellung von Emily Blunt beeinflusst hat.
Der zweite Teil enthält wie der erste Film viele Musicalelemente. Leider fehlte mir hier ein Ohrwurm wie etwa „Ein Löffelchen voll Zucker“, „Supercalifragilisticexpialigetisch“ oder „Chim-Chim-Cheree“.
Die Tanzelemente sind sehr gut choreographiert; der Lichtertanz wurde durch den Schornsteinfegertanz ersetzt.
Auch die anderen Rollen sind meines Erachtens sehr gut besetzt. Meryl Streep führt mit ihrem bekannten musikalischen Talent einen gewissen Charme und Pep in die Handlung mit ein und spielte ihren Charakter als entfernte, durchgeknallte Cousine sehr überzeugend.
Lin-Manuel Miranda überzeugt als Jack ebenfalls mit seiner tänzerischen und musikalischen Leistung.
Dyk Van Dyke gibt mit seinem kurzen Auftritt dem neuen Film einen kleinen Hauch der alten Magie. Dabei wird der Zuschauer positiv überrascht in Bezug auf die Tanzküste Van Dykes, die sich auch mit seinen über neunzig Jahren immer noch sehen lassen können.
Auch Angela Landsbury, bekannt aus dem Film „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ und aus der Serie „Mord ist ihr Hobby“, hatte einen Kurzauftritt als Ballonverkäuferin am Ende des Filmes.
Aus meiner Sicht ist es eine gelungene Fortsetzung, jedoch spreche ich hier aus der Sicht einer etwas älteren Generation, Kinder, die mit actionreichen 3D Filmen aufgewachsen sind, könnten den Film als etwas langweilig empfinden, da dieser sehr traditionell veranlagt ist.
Nichtsdestotrotz wird dieser Film sicher einen Ehrenplatz in meinem Regal finden, wenn er auf DVD/Blue Ray erscheint.